Unsere Altersversorgung muss rentabel und sicher bleiben

Marburger Bund steht in Versorgungswerken für Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit ein.

Dr. med. Christina Schneider M.A.

Dr. med. Christina Schneider M.A.

Dr. med. Michael Kupp

Dr. med. Michael Kupp

Von Dr. med. Christina Schneider M.A. und Dr. med. Michael Kupp

Jeden Monat zahlen wir einen erheblichen Teil unseres Gehalts in die berufsständische Altersversorgung ein. In der Grundversorgung sind das bis zu rund 19.000 Euro jährlich. Viele Mitglieder nutzen darüber hinaus zusätzliche Beiträge zur privaten Altersvorsorge über die Versorgungseinrichtungen.

Die berufsständischen Versorgungswerke entstanden nach der Rentenreform von 1957, als Freiberufler nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen wurden. Was damals als Nachteil erschien, hat sich für die Ärzteschaft als großer Vorteil erwiesen: Bei vergleichbaren Beiträgen bieten die Versorgungswerke heute höhere Rentenansprüche als die gesetzliche Rentenversicherung. Zudem besteht ein umfassender Schutz bei Berufsunfähigkeit – ohne Wartezeit von der ersten Beitragszahlung an.

Starke Leistungen durch Solidarität und nachhaltige Kapitalanlage

Unsere Versorgungswerke finanzieren ihre Leistungen ohne staatliche Zuschüsse. Sie verbinden die Vorteile kapitalgedeckter und umlagefinanzierter Systeme und stützen sich auf die Beiträge ihrer Mitglieder sowie die daraus erwirtschafteten Kapitalerträge.

Neben Rentabilität, Sicherheit und Liquidität ist Nachhaltigkeit ein weiteres zentrales Anlageziel. So profitieren wir von einer langfristig ausgerichteten Kapitalanlage und einer starken solidarischen Gemeinschaft.

Der Marburger Bund setzt sich dafür ein, das Befreiungsrecht von der gesetzlichen Rentenversicherung zugunsten der eigenen Versorgungswerke zu erhalten. Wir wollen unsere Altersversorgung weiterhin selbst gestalten.

Stabilität auch in schwierigen Zeiten

Mit einer verantwortungsvollen und flexiblen Anlagestrategie sowie einem umfassenden Risikomanagement sichern unsere Versorgungswerke langfristig stabile Rechnungszinsen und bilden Reserven für schwierige Marktphasen. Klare Anlagegrenzen und wirksame Kontrollmechanismen sorgen dafür, dass Risiken begrenzt bleiben.

Besonderes Augenmerk legen wir auf Generationengerechtigkeit. Dank einer ausgewogenen und ertragsorientierten Anlagestrategie konnten auch in den vergangenen herausfordernden Jahren Renten und Anwartschaften dynamisiert werden.

Beratung und Mitbestimmung

Für Fragen zur persönlichen Altersvorsorge stehen die Versorgungseinrichtungen mit Informationsangeboten, Merkblättern, telefonischer Beratung und Beratungstagen zur Verfügung. Themen wie zusätzliche Beitragszahlungen, Elternzeit oder individuelle Rentenplanung können dort kompetent geklärt werden.

Die Versorgungswerke unterliegen der Versicherungsaufsicht des jeweiligen Bundeslandes. Organisation und Leitung liegen jedoch in den Händen der Ärzteschaft selbst. Damit bleibt die Ärzteversorgung nah an den Bedürfnissen ihrer Mitglieder.

Im Herbst wählen die rheinland-pfälzischen Kammermitglieder die Vertreterversammlungen der Ärztekammern. Diese bestimmen auch die Besetzung der Gremien der Versorgungseinrichtungen und entscheiden unter anderem über die Dynamisierung der Renten.

Ihre Stimme für den Marburger Bund

Damit die Interessen der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte sowie der Rentnerinnen und Rentner auch künftig wirksam vertreten werden, braucht der Marburger Bund starke Vertretungen in den rheinland-pfälzischen Ärzteparlamenten. Nur so können wir unsere Altersversorgung weiterhin rentabel, verlässlich und generationengerecht gestalten.